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Old 08-02-2009 (11:35 PM)
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Default Ja? Nein? Vielleicht?

Ja? Nein? Vielleicht?

Es ist ein kalter Montagmorgen und die Schulkinder der Professor-Samuel-Eich-Grundschule in Alabastia begeben sich langsam in ihre Klassenräume, denn die Winterferien sind vorbei und das 2. Schulhalbjahr kann beginnen. Auch in der Klasse 2a kehrt langsam wieder Leben ein. Die Schüler versammeln sich um den Tisch des 8-jährigen Ash Ketchum, denn er ist der coolste Junge der ganzen Klassenstufe. Wenn irgendjemand einen Spruch reist, dann kann man gleich nach hinten links schauen, denn dort sitzt der schwarzhaarige Ash, der auch Lehrern gegenüber immer frech ist. Ash hat außerdem die Rolle des Klassensprechers inne und deshalb wird das gemacht, was er sagt!
Bei den Mädels gilt er zudem als ziemlich süß und so manche von ihnen würde gerne mit ihm gehen. Doch Ash will noch nichts von Mädchen wissen, viel lieber rauft er sich mit anderen Jungs oder durchkämmt den Wald auf der Suche nach Abenteuern.
Bevor der Unterricht losgeht, unterhalten sich die Kinder über ihre Ferienerlebnisse und diverse Schneeballschlachten mit größeren und kleineren Kindern. Ash ist dabei natürlich mal wieder der Größte, da er es alleine mit dem 2 Jahre älteren Rocko aufgenommen hat und diesen sogar in einer hart umkämpften Schneeballschlacht in die Flucht schlagen konnte.
Dann klingelt es zum Unterricht und die Klassenlehrerin Schwester Joy betritt den Raum.
Während die Kinder langsam ihre Plätze einnehmen, bringt Ash schon wieder den ersten Spruch.
„Na, mit welchem langweiligen Mist werden sie uns heute nerven Schwesterchen Joy?“
Daraufhin guckt diese den schwarzhaarigen Jungen scharf an und erhebt selbstbewusst die Stimme.
„Wenn du schon wieder so anfängst, bekommst du gleich ein paar Strafarbeiten auf! Und falls es dich freut, ich werde dich vorerst auch nicht mit meinem Unterricht beglücken, sondern du darfst deine neue Klassenkameradin begrüßen.“
Langsam und etwas schüchtern aufgrund der vielen neuen Gesichter, betritt ein rothaariges Mädchen mit Seitenzopf das Klassenzimmer, außerdem hat sie strahlend blau-grüne Augen und helle Haut.
„So, Misty, stell dich doch mal deinen neuen Klassenkameraden vor.“
„Ja also, ich heiße Misty Waterflower, bin 8 Jahre alt und komme aus Azuria City. Jetzt wohne ich allerdings hier, weil mein Vater einen Job im Hafen von Alabastia bekommen hat. Dann habe ich ein ganz liebes Togepi, mit dem ich immer spielen kann. Mein Lieblingsessen ist Spaghetti mit Tomatensoße. Ich fahre gerne Fahrrad, deswegen mag ich auch den Sommer und freu mich gar nicht, wenn es draußen kalt und weiß ist, denn dann kann ich nicht Fahrrad fahren. Außerdem will ich die größte Wasserpokémontrainerin der Welt werden…“
„So das reicht Misty, du kannst den anderen ja später noch ein bisschen über dich erzählen, jetzt bitte ich dich dir erst einmal einen Platz zu suchen und dann beginnen wir mit dem Unterricht.“
Da keines der anderen Kinder Misty anbietet sich neben es zu setzen, nimmt sie vorne links Platz, dort hat sie eine Doppelbank für sich alleine.
Im Unterricht geht es heute ausschließlich um Wasserpokémon. Misty kann dabei natürlich gleich zeigen wie viel sie weiß. Allerdings sehen das ihre Mitschüler nur ungern. Genau das bekommt Misty dann auch gleich in der ersten Pause zu spüren. Wie üblich versammelt sich der Großteil der Klasse um Ashs Sitzplatz hinten links und dann fangen die Mädchen auch sofort an über Misty her zu ziehen. Sie lästern über ihre Haarfarbe und den Seitenzopf, den Misty trägt. Außerdem bezeichnen sie Misty als Streberin und als kleine verzogene Göre. Die Jungs hingegen bewerfen sie mit Silberpapierkugeln. Ash kann normalerweise auf all das noch einmal eine Schippe drauf legen. Doch obwohl seine Klassenkameraden ihn mehrmals auffordern die Neue auch mit zu ärgern, kommt er diesem Wunsch nicht nach. Stattdessen sitzt er ruhig auf seinem Stuhl und starrt Misty von hinten an. Irgendwie hat er dabei ein ganz komisches, aber schönes Gefühl, das er so bisher noch nicht kannte. Er weis nur eins, dass er sie eigentlich ganz in Ordnung findet, ja er findet sie sogar richtig toll!
Doch leider kann er das den anderen Mitschülern nicht sagen, da er dann nicht mehr als der „Coole Ash“, der für jeden Scheiß zu haben ist, rüberkommen würde.

So geht das die ganze Woche über. Die Mädchen und Jungen ärgern Misty, während Ash auf seinem Platz sitzt und hofft, dass es bald zur Stunde klingelt, damit die anderen Misty endlich in Ruhe lassen.
Als er am Freitag nach Hause kommt, hat seine Mutti bereits das Mittagessen gekocht. Gemeinsam setzen sie sich an den Tisch und nach einer Weile fragt Delia ihren Sohn, ob denn alles in Ordnung sei. Dieser schaut sie darauf verwundert an und erwidert:
„Natürlich ist alles in Ordnung, was soll denn sein?“
„Na ja, ich wundere mich halt, dass deine Klassenlehrerin diese Woche nicht ein Mal angerufen hat.“
„Warum sollte sie denn das tun?“
„Sonst gibt es doch immer irgendeinen Grund, entweder du hast dich mal wieder mit anderen Jungs geprügelt oder du hast einem Mädchen den Zopf abgeschnitten oder einen Lehrer getreten. Doch all dies ist scheinbar diese Woche nicht der Fall gewesen, das wundert mich halt, weil ich so etwas von dir schon gar nicht mehr gewöhnt bin!“
„Da kannst du mal sehen, was ich für ein lieber Junge bin!“
Frech grinst Ash seiner Mutti bei diesen Worten ins Gesicht, doch nach einer Weile redet er leise und etwas schüchtern weiter.
„Mutti, wir haben ein neues Mädchen in unserer Klasse.“
„Na, das ist aber schön! Wie heißt sie denn?“
„Sie heißt Misty Waterflower und kommt aus Azuria City und außerdem hat sie rote Haare und einen Seitenzopf.“
„Dafür, dass du dir sonst nicht einmal die Namen deiner Klassenkameraden merken kannst, weißt du aber schon ziemlich viel über deine neue Klassenkameradin! Scheint ja ein nettes Mädchen zu sein!“
Verlegen starrt Ash auf seinen Teller, in dem er mit seiner Gabel ein wenig rumstochert. Aber er weiß absolut nicht warum ihm das jetzt so unangenehm ist. Sonst passiert ihm eigentlich nie so etwas. Dann redet er allerdings leise weiter.
„Das Problem ist, keiner in meiner Klasse kann sie leiden und alle ärgern sie immer bloß!“
„Ja, das ist nicht schön! Hast du schon mal versucht Misty zu helfen?“
Jetzt wird Ashs Stimme wieder aufgeregter und lebhafter.
„Wie denn, wenn ich sie in Schutz nehme, wollen die anderen doch gleich nichts mehr mit mir zu tun haben, weil ich so ein Weichei bin und andere in Schutz nehme!“
In einem möglichst verständnisvollen und ruhigen Ton versucht Delia nun ihrem Sohn zu antworten.
„Manchmal ist es wichtig, dass man Dinge tut, die andere nicht so toll finden. Wichtig ist dabei auf sein Herz zu hören! Wenn dein Herz sagt, dass deine neue Klassenkameradin ein nettes Mädchen ist, welches all die Hänseleien nicht verdient, dann ist dies auch so!“
„Ja und was soll ich da jetzt tun, Mutti?“
„Ich denke, es wäre das Beste, wenn du zu deinen Klassenkameraden gehst und ihnen sagst, dass du es nicht in Ordnung findest, wenn sie Misty andauernd ärgern!“

Über das Wochenende hat es geschneit und so stapfen alle dick eingepackt in ihre Klassenzimmer. Auch die 2a füllt sich wieder. Kurz vor Unterrichtsbeginn kommt auch Misty ins Klassenzimmer und es dauert gar nicht lange, da bekommt sie auch schon die erste Silberpapierkugel ab. Doch das junge Mädchen lässt sich nichts anmerken, sondern läuft schnurgerade an ihren Platz.
Was sie nicht weiß ganz hinten links in der Ecke sitzt ein Junge, der schwer mit sich zu kämpfen hat, denn eigentlich hatte er seiner Mutti und auch sich selbst versprochen mit den anderen Kindern zu reden, sollten sie heute wieder gemein zu Misty sein. Doch er tat es nicht, zu groß war die Angst für die anderen genauso als Zielscheibe zu dienen wie Misty.
Nach der Schule laufen Ash und seine Freunde nach Hause. Nicht weit vor ihnen läuft auch ihre Klassenkameradin Misty, allerdings allein. Da Neuschnee liegt, lassen es sich die Jungs nicht nehmen Misty ordentlich mit Schneebällen einzudecken. Einzig und allein Ash beteiligt sich nicht an dieser Aktion, stattdessen platzt ihm nun endgültig der Kragen und er geigt seinen Freunden nun erst einmal die Meinung!
„Warum müsst ihr eigentlich immer Misty ärgern? Was hat sie euch denn getan? Es ist doch vollkommen ungerecht immer in einer großen Gruppe auf einer einzelnen Person rumzuhacken!“
Die anderen staunen zuerst über das, was sie da gerade von Ash gehört haben, bis einer das Wort ergreift: „Du lässt doch eigentlich selbst keine Chance verstreichen andere zu ärgern, was ist denn eigentlich los mit dir? Bist du etwa in die kleine Orangehaarige verknallt?“
„Ach, Blödsinn! Ich finde es halt nicht mehr so toll, andere immer fertig zu machen! Und jetzt lasst Misty endlich mal in Ruhe!“
Während die anderen nun überhaupt nicht mehr verstehen, was mit Ash eigentlich los ist, rennt dieser nach vorne um zusammen mit Misty ein Stückchen zu laufen.
„Na, bist du sehr nass geworden durch die Schneebälle?“
„Es geht schon, du hast sie ja rechtzeitig unterbrochen. Danke! Außerdem sind sie ja nicht die allerbesten Schützen.“
Beide müssen anfangen zu lachen.
„Wo wohnst du eigentlich Misty?“
„In der Turtokstraße 14.“
„Cool, da kommen wir ja direkt bei mir Zuhause vorbei!“
Nach kurzer Zeit stehen sie dann auch vor Ashs Haustür.
„Magst du vielleicht noch mal kurz mit reinkommen?“ Fragt Ash schüchtern das orangehaarige Mädchen. Diese antwortet freudestrahlend: „Gerne!“
Also betreten sie Ashs Wohnung, wo ihnen sofort seine Mutter entgegen kommt.
„Schau mal Mutti, ich habe meine neue Klassenkameradin Misty mitgebracht!“
„Ui, das ist aber schön! Hallo Misty!“
„Hallo, Frau Ketchum!“
Nun gehen beide in Ashs Zimmer und beginnen über alles Mögliche zu quatschen während draußen ein Schneesturm aufzieht.
„Sag mal Misty, gefällt es dir in Alabastia besser als in Azuria City?“
„Eigentlich hat es mir in Azuria besser gefallen, da hatte ich meine Freunde und wir haben jeden Tag Fangelust und Verstecken gespielt. Außerdem war es dort nicht so kalt wie hier!“
Beide müssen lachen.
„Ja, kalt ist es hier wirklich. Du wirst hier auch noch Freunde finden, ich bin schon mal dein erster!“
„Danke Ash, dass du so nett zu mir bist!“
„Ach iwo, du bist halt richtig toll und das kann man wirklich nicht von allen Mädchen behaupten! Was willst du eigentlich nächstes Jahr machen, wenn du mit der Schule fertig bist?“
Jetzt beginnen Mistys Augen zu funkeln und zu strahlen.
„Ich möchte Wasserpokémontrainerin werden und zwar die größte aller Zeiten und zudem will ich eines Tages auch noch Arenaleiterin sein, dort werde ich dann all meine Gegner nur mit Wasserpokémon besiegen! Und was willst du später mal machen?“
Jetzt beginnen auch Ashs Augen zu funkeln und sein Gesichtsausdruck wird immer ernster.
„Ich möchte eines Tages Pokémonmeister werden und um dies zu erreichen werde ich dann wohl auch in deiner Arena gewinnen müssen, da werden dir dann auch die Wasserpokémon nicht weiterhelfen!“
„Träum weiter, gegen meine Wasserpokémon hast du nicht den Hauch einer Chance!“
„Doch!“
„Nein!“
„DOCH!“
„NEIN!“…
So geht das immer weiter, bis beide anfangen müssen lauthals zu lachen. Erst nach einer ganzen Weile kriegen sie sich wieder ein.
„Wir können die Angelegenheit ja beim ‚Mensch ärgere Dich nicht’ klären. Du bekommst die Wasserpokémon und ich nehme die Elektropokémon.“ Der Vorschlag Ashs wird natürlich sofort von Misty angenommen!
„Du willst es also mit der größten ‚Mensch ärgere Dich nicht’ -spielerin der Welt aufnehmen?! Ich sag dir eins, wein bitte nicht, wenn du verlierst.“
„Ich werde maximal Freudentränen aufgrund meines großartigen Sieges vergießen!“
Schnell entbrennt ein heißes Match, welches jedoch in der spannendsten Phase durch Ashs Mutter Delia unterbrochen wird.
„Stör ich?! Ich wollte nur etwas Kuchen und einen Tasse heißen Kakao vorbeibringen. Ihr könnt euer Spiel ja mal für ein paar Minuten unterbrechen und euch stärken!“
„Danke Mutti!“ Nimmt Ash die ihm entgegengereichte Tasse in Empfang. Jetzt bemerkt auch Misty, dass sie vergessen hatte sich zu bedanken, da sie ihre Tasse schon eher erhalten hatte.
„Ja, danke Frau Ketchum!“
„Schon gut, Kinder. Das ist doch kein Problem! Ich werd dann mal wieder gehen. Ach im Übrigen du darfst mich ruhig Delia nennen.“
„Ok, ich heiße Misty.“
Nun verlässt Ashs Mutter wieder den Raum und die Kinder machen sich über Kakao und Kuchen her.
„Deine Mutti macht echt leckeren Kuchen, Ash.“
„Ja, ich weiß!“
„Sag mal Ash, dich finden doch alle Mädchen süß. Warst du eigentlich schon einmal in eine verknallt?“ fragt Misty ganz leise während sie auf den Boden starrt. Doch auch Ash fällt die Antwort nicht leicht und er wirkt sichtlich verlegen.
„Ich denke nein. Woran sieht man denn eigentlich genau, ob man in jemanden verknallt ist oder nicht?“
„Das ist, wenn man die ganze Zeit nur an eine Person denken muss, dann bist du verknallt.“
Lange wartet Misty auf eine Reaktion Ashs, doch vergebens, stattdessen ergreift sie wieder das Wort.
„Und wenn 2 Personen in einander verknallt sind, dann halten sie Händchen, wenn sie ganz doll in einander verknallt sind, dann geben sie sich sogar einen Wangenkuss!“
Jetzt ist auch der schwarzhaarige Junge wieder fähig zu antworten.
„Woher weißt du denn all diese Sachen?“
„Das haben mir alles meine großen Schwestern erzählt!“
„Die scheinen ja ganz schön viel zu wissen! Warst du eigentlich schon einmal verknallt, Misty?“
Schüchtern und mit rot angelaufenen Wangen schaut sie nach unten, um dann doch zaghaft und kaum hörbar zu antworten.
„Ja.“
„Und in wen?“ Fragte Ash neugierig, doch Mistys Antwort war nicht so, wie Ash sich das gedacht hatte.
„Oh, es ist ja schon 19 Uhr, ich muss nach Hause.“
„Und was wird aus dem Spiel?“
„Können wir morgen fertig spielen. Tschüss Ash!“
„Tschüss Misty, bis morgen.“
Doch das orangehaarige Mädchen konnte ihn schon nicht mehr hören, so schnell war sie verschwunden. Ash verstand das Ganze überhaupt nicht und musste den ganzen Abend darüber nachdenken, warum Misty so schnell fortgerannt ist.

Am nächsten Schultag ist einiges anders als sonst, denn Ash sitzt in den Pausen nicht wie üblich auf seinem Platz mit den anderen, sondern vorne neben Misty. Sie unterhalten sich über alles Mögliche. Auch nach Hause laufen wollen sie gemeinsam, schließlich müssen sie noch eine Partie ‚Mensch ärger Dich nicht’ zu Ende spielen.
„Geh schon mal runter Ash, ich muss nur noch mal schnell aufs Klo.“
„Ok, viel Spaß dabei!“ Grinst er Misty frech an während diese das Klo betritt. Als sie es jedoch verlassen will, versperren ihr die Mädchen ihrer Klasse den Weg.
„Hey, was soll das?“
„Das sollten wir wohl eher dich fragen! Lass deine Finger gefälligst von Ash! Wir werden es nämlich nicht zulassen, dass eine Neue wie du sich hier so aufspielt und sich obendrein noch den süßesten Kerl der Schule angelt!“
Gibt ein grimmig schauendes Mädchen zu verstehen.
„Und was passiert wenn ich die Finger nicht von Ash lasse?“ Faucht Misty wütend zurück.
„Dann werden wir dich zusammen mit den draußen stehenden Jungs verprügeln und dir deinen schönen orangefarbenen Zopf abschneiden!“ Drohend hebt das grimmig schauende Mädchen eine große Schere.
Misty wollte sich eigentlich nichts aus dieser Rede machen. Doch als sie aus dem Klo kommt und auch noch die finster dreinschauenden Jungs ihrer Klasse erblickt, fragt sie sich doch, ob sie ihre Gesundheit wirklich riskieren sollte.
Ash, der von den Vorkommnissen auf dem Klo nichts weiß, wartet hingegen noch immer geduldig am Ausgang der Schule. Dann endlich kommt Misty aus der Schule heraus. Doch anstatt mit Ash zusammen nach Hause zu laufen, lies sie ihn einfach links liegen und marschierte schnurstracks an ihm vorbei.
„Wo willst du denn so schnell hin?“ Fragt der 8-jährige etwas verwundert.
„Ich muss schnell Nachhause und jetzt lass mich in Ruhe!“ Während sie dies sagt, hat sie eine Träne in den Augen, die sie aber vor Ash gerade so verbergen kann. Dieser hingegen versteht gar nichts mehr. Warum hat Misty ihn denn auf einmal ignoriert?! Und was er noch weniger versteht, warum tut es ihm so weh, dass sie ihn ignoriert? Diese Fragen gehen ihm wieder und wieder durch den Kopf. Selbst als er schon Zuhause ist, muss er immer noch an das Geschehene denken, wobei er einfach keine Erklärung dafür findet.
Bereits im Bett liegend fallen ihm dann die Worte Mistys vom Vortag wieder ein, dass man in jemanden verknallt ist, wenn man die ganze Zeit an ihn denken muss und Ash denkt ja den ganzen Tag lang, genaugenommen schon seit dem ersten Schultag nach den Winterferien, an nichts anderes als an Misty! Nun versteht er auch endlich, warum es ihm so weh tat, dass sie ihn ignorierte. Was er jedoch noch nicht versteht, ist warum sie ihn einfach so links liegen ließ. Eines weiß Ash allerdings ganz genau, er will dies nicht, im Gegenteil er will etwas ganz anderes. Deshalb entschließt er sich einen Brief an Misty zu schreiben. Also springt er auf und setzt sich im Nachthemd an seinen Schreibtisch. Als er endlich fertig ist, bemalt er noch den Briefumschlag. Darauf sind ein Mädchen und ein Junge zu sehen, die sich gegenseitig anlächeln und Händchen halten.

Nach einer kurzen Nacht steht Ash noch vor dem Klingeln seines Weckers auf. Er ist auch einer der ersten in der Schule, doch leider ist von Misty weit und breit nichts zu sehen. Ash ist deshalb ziemlich traurig und fragt sich, ob sie wohl überhaupt kommen wird. Doch dann mit dem Stundenklingeln erscheint auch das orangehaarige Mädchen.
Ein Strahlen breitet sich in Ashs Gesicht aus als er sie sieht und sein Herz fängt an zu hüpfen. Jetzt kann er ihr den Brief zwar nicht gleich geben, aber in der nächsten Pause wird er dies sofort tun.
Doch bis es soweit ist, muss der schwarzhaarige Junge noch eine Stunde warten. Eine ganze Stunde, das erscheint für ihn jetzt wie eine kleine Ewigkeit und er sitzt gedankenversunken auf seinem Platz.
„Wie viel ist 54+24, Ash?“ Fragt Schwester Joy. Die Antwort bleibt der Zweitklässler allerdings schuldig, sodass sie ihn nun mit deutlich schärferem Ton anfährt!
„Ash Ketchum, ich habe dich etwas gefragt!“
Dieses Mal erfolgt eine Reaktion, denn die laut aufbrausende Stimme der Lehrerin hört sogar Ash!
„E… E… Entschuldigung, ich habe die Frage nicht richtig verstanden.“
„Ich würde sie auch nicht verstehen, wenn ich die ganze Zeit verträumt aus dem Fenster schauen würde! Pass einfach besser auf, ich nehme dich nachher noch mal dran!“
Kurze Zeit später kann Ash allerdings wieder nur an das orangehaarige Mädchen aus der ersten Sitzreihe denken, bis er abermals unsanft aus seinen Gedanken gerissen wird. Doch diesmal nicht von Schwester Joy, sondern vom Pausenklingeln! Das ist auch sein Startsignal. Schüchtern läuft Ash mit dem Brief in der Hand vor zu Misty, um ihn dort auf ihren Platz zu legen. Als er dies getan hat, läuft er leicht rot an, dreht sich um und setzt sich wieder an seinen Platz.
Von dort aus beobachtet er wie das junge Mädchen den Brief vorsichtig öffnet und schon bald anfängt zu lächeln.
Gegenüber dem schwarzhaarigen Jungen zeigt sie jedoch keine Reaktion. Und so weiß er nicht, ob sie sich nun freut und deshalb lächelt oder ob sie ihn eher auslacht.
Erst nach einer weiteren, quälenden Stunde kommt Misty kurz an Ashs Platz vorbei und gibt ihm den Brief zurück. Dieser öffnet ihn hastig um dann seine eigenen Worte zu lesen:
‚Hallo Misty,
Ich glaub, ich hab mich in dich verknallt, deswegen wollte ich dich fragen ob du mit mir
gehen willst?
X JA O NEIN O VIELLEICHT’

Ash kann es kaum glauben, sie hat tatsächlich „Ja“ angekreuzt. Sein Herz beginnt Purzelbäume zu schlagen und er freut sich so sehr, dass er erst nach einer ganzen Weile die Schrift auf der Rückseite bemerkt:
‚Komm bitte jetzt nicht vor, den Grund erzähl ich dir heute 15 Uhr im Eiskaffee.’
Ein bisschen komisch findet Ash das zwar schon, aber eigentlich überwiegt seine Freude über den gemeinsamen Termin am Nachmittag. Bis dahin vergehen jedoch erst noch weitere quälende Stunden.

Ash ist so aufgeregt, dass er bereits 14:30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt ist, doch zu seiner Verwunderung ist Misty noch vor ihm dort eingetroffen.
Freundlich lächelt sie ihn an, steht kurz auf und gibt Ash einen Wangenkuss. Daraufhin läuft der 8-jährige Junge knallrot an, da er damit überhaupt nicht gerechnet hatte, denn sie hatte ja selbst gesagt, dass man jemand nur dann einen Wangenkuss gibt, wenn man sehr verknallt in diejenige Person ist.
Viel Zeit zum Überlegen bleibt Ash jedoch nicht, da Misty sofort 2 große Relaxoeis bestellt.
Nachdem sie diese verspeist haben, erzählt sie, was ihr am Vortag auf dem Schulklo passiert ist, warum sie dann so gemein zu Ash war und warum er nicht vorkommen sollte nachdem Misty ihm den Brief wieder, gegeben hatte.
Dieser zeigt sich besorgt aber verständnisvoll ihr gegenüber.
„Die sind ja echt fies! Du brauchst aber keine Angst zu haben, denn ich werde dich beschützen, falls sie dir etwas antun wollen!“
„Danke Ash, du bist der Einzige, der so lieb zu mir ist!“
Beide strahlen sich nun gegenseitig an, doch dann fährt Misty fort.
„Hast du eigentlich gar keine Angst, dass du dann nicht mehr der Coolste in unserer Klasse bist?“
„Nein, warum denn? In dich verknallt zu sein ist viel schöner, als sich mit irgendwelchen Jungs zu kampeln und immer der sein zu müssen, der am meisten Scheiße baut!“
Bei diesen Worten läuft das orangehaarige Mädchen rot an.
„Das freut mich!“ Gibt sie ihm dann freudestrahlend zurück, um kurz darauf traurig zu Ash zu schauen.
„Du Ash, ich muss jetzt leider gehen, weil ich meinen Schwestern versprochen habe, ihnen bei der Gartenarbeit zu helfen.“
„Das ist doch kein Problem, da geh ich gleich mit!“
Vorsichtig greift Ash nach Mistys Hand und so gehen sie händchenhaltend den Weg vom Eiskaffee bis zu Ashs Haus, dort verabschieden sie sich voneinander und beschließen am nächsten Tag gemeinsam zur Schule zu laufen.
Als Misty schon fast nicht mehr zu sehen ist, ruft Ash ihr noch etwas nach:
„Warum wolltest du eigentlich mitten im Winter Eis essen gehen?“
„Weil ich es eben mag, dich mag ich allerdings noch viel mehr!“
Wieder läuft er rot an, doch zum Glück ist keiner in der Nähe um dies zu sehen.

Als der schwarzhaarige Junge dann mit einem fetten Grinsen im Gesicht seiner Mutter begegnet, spricht sie ihn gleich auf seine gute Laune an:
„Wo kommt denn die Fröhlichkeit her? Gestern warst du doch noch tottraurig!“
„Ach, nur so.“
„Das kannst du mir nicht erzählen, sei ehrlich: du verheimlichst mir irgendetwas!“
„Naja, es ist wegen Misty.“
„Was ist denn mit ihr?“ Fragt Delia neugierig nach.
„Nun ja, wir sind seit ein paar Stunden zusammen und waren gerade ein Eis essen.“
„Im Ernst?! Das ist aber echt schön!“
Dann beginnt Ash seiner Mutti die gesamte Geschichte zu erzählen, wie es soweit gekommen ist und dass er sie jetzt beschützen muss.
„Sie scheint ja echt ein nettes Mädchen zu sein, einen guten Einfluss hat sie offensichtlich auch auf dich, da schon längere Zeit keine Beschwerden mehr von deinen Lehrern kamen.“
„Sie ist nicht nur nett, sondern auch noch süß…“ Mit pochendem Herz denkt er an Misty.
„…und obendrein hat sie wunderschöne blau-grüne Augen und oranges, tolles Haar mit einem tollen Seitenzopf!“
„Du scheinst sie ja echt ziemlich zu mögen!“
„Nicht nur das Mama, denn ich bin sogar verknallt in sie!“
Mit diesen Worten geht er in sein Zimmer und legt sich auf sein Bett um sich schon mal auszudenken, was er denn alles Schönes mit seiner neuen Freundin unternehmen kann.

Am nächsten Morgen holt Ash Misty sogar direkt von Zuhause ab. Gemeinsam laufen sie händchenhaltend zur Schule und das trotz aller Drohungen.
Sie betreten das Klassenzimmer und Ash setzt sich neben Misty.
Natürlich verwundert dies all seine Klassenkameraden, da sie Misty eingebläut hatten, dass sie sich von Ash fernhalten soll. Außerdem hat er sich früher nie für Mädchen interessiert und jetzt setzt er sich sogar freiwillig in die erste Reihe, nur für Misty.
Als sie dann Ash einen zärtlichen Wangenkuss aufdrückt, begreifen dies ihre Mitschüler gleich gar nicht mehr.
Ash hingegen schaut verliebt ihn ihre wunderschönen Augen, die so wie das Meer im Sonnenschein glitzern.
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Old 10-13-2009 (08:09 PM)
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Supper story gibt es davon noch eine fortsetzung
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